Bern | 27.10.2016

Studie des Preisüberwachers zu steigenden öV-Preisen

Preisspirale: Bahn teurer, Auto billiger

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Die Studie des Preisüberwachers zu Preisen im öV und auf der Strasse zeigt deutlich, dass Autofahren immer günstiger und der öffentliche Verkehr laufend teurer wird. Damit droht eine Rückverlagerung auf die Strasse.

Die Studie des Preisüberwachers bestätigt, was der VCS Verkehrs-Club der Schweiz seit Jahren sagt: Bahnfahren wird teurer, Autofahren dagegen billiger. Die Preise des öffentlichen Verkehrs sind in den letzten 10 Jahren um 30 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist der Preis fürs Autofahren günstiger geworden. In diesen Zusammenhang sind auch die Preiserhöhungen per Dezember 2016 zu setzen. So ist es zu begrüssen, dass unter anderem das Halbtax-Abo, Gleis 7 und Fahrten durch den neuen Gott-hard-Basistunnel nicht teurer werden.

Die Preissteigerung ist nachvollziehbar, weil die Trassenpreise steigen. Aber: Der VCS fordert, dass die Preisspirale ein Ende hat, denn es droht die Rückverlagerung auf die Strasse. Die vom Bundesrat propagierte «Nutzerfinanzierung» hat eine Höhe erreicht, die nicht überschritten werden darf. «Das Preisniveau im öffentlichen Verkehr in der Schweiz hat mittlerweile ein so hohes Niveau erreicht, dass es sich viele nicht mehr leisten können. Geht die Entwicklung so weiter, haben wir die beste Eisenbahn der Welt –und niemand fährt mit», befürchtet die Co-Geschäftsführerin des VCS, Caroline Beglinger.