Bern | 30.09.2016

Internationaler Tag der älteren Menschen vom 1. Oktober 2016

Jeder zweite Fussgänger-Unfall trifft ältere Menschen

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Im ersten Halbjahr 2016 sind in der Schweiz 21 Fussgängerinnen und Fussgängern bei Unfällen im Strassenverkehr tödlich verunglückt, 299 weitere haben sich schwere Verletzungen zugezogen. Auswertungen der Vorjahre zeigen, dass in jedem zweiten Fall Seniorinnen und Senioren betroffen sind. Der internationale Tag der älteren Menschen will für die Gefahren sensibilisieren, denen ältere Menschen im Verkehr ausgesetzt sind.

Gemäss Polizeistatistik sind Seniorinnen und Senioren die am stärksten gefährdete Altersgruppe im Fussverkehr. Besonders oft ereignen sich dabei Unfälle auf dem Zebrastreifen. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 hat die Zahl der Unfälle im ersten Halbjahr 2016 auf Zebrastreifen um einen Viertel zugenommen. Die Zahl der Toten im Fussverkehr ist gegenüber der Vorjahresperiode erfreulicherweise um rund einen Viertel zurückgegangen.

Gründe für die Gefährdung von Senioren.

Im Alter nimmt die Verletzlichkeit generell zu und auch die Reaktionszeit. Dementsprechend brauchen ältere Menschen etwas mehr Zeit, um das Verkehrsgeschehen korrekt einzuschätzen. Zudem können sich ältere Menschen nicht mit einem Sprung aus einer allfälligen Gefahrensituation retten und brauchen generell mehr Zeit, den Fussgängerstreifen zu überqueren.

Fünf Tipps zum rücksichtsvollen Verhalten gegenüber älteren Menschen

• Vorsicht durch Voraussicht. Lassen Sie sich nicht ablenken und verzichten Sie auf Telefongespräche.

• Senioren und Kinder, die die Strasse überqueren, fühlen sich ungleich sicherer, wenn Sie Ihr Auto komplett zum Stillstand bringen.

• Geduld! Eile kann für Senioren gefährlich werden (Gegenverkehr, Stolpern beim Trottoirrand).

• Achten Sie auf von links querende Fussgängerinnen und Fussgänger. Rund die Hälfte der schweren Fussgängerunfälle ereignet sich in der zweiten Hälfte des Fussgängerstreifens.

• Passen Sie auf dem Velo ihr Tempo an und halten Sie ausreichend Abstand beim Überholen. Leise und von hinten anrollende Velos, welche überraschend auftauchen, können verunsichern.

Hilfe zur Selbsthilfe: Kurse von „mobil sein und bleiben“

Möchten Sie sich auf den Strassen sicherer fühlen? Haben Sie Fragen zum Billettautomaten? Ziel der Kurse von mobil-sein und mobil bleiben ist es, Menschen der Generation 55+ in Ihrer Alltagsmobilität zu unterstützen. Hier sind die Kursangebote einsehbar.

Download Fotos (Für Fotos in Printqualität, Bilder einmal anklicken): www.verkehrsclub.ch/fotos

Kontaktinformationen

Michael Rytz, Projektleiter Verkehrssicherheit: 031 328 58 60