Bern | 16.08.2016

VCS sorgt sich um Agglomerationsprogramme

FLUX Wallisellen

Der VCS Verkehrs-Club befürchtet, dass die finanziellen Mittel für die Agglomerationsprogramme bei weitem nicht ausreichen. Die Agglomerationsprogramme erlauben es, je nach Notwendigkeit in den Strassenverkehr, in Tram- oder Buslinien oder in den Velo- und Fussverkehr zu investieren.

Mit den Agglomerationsprogrammen planen und finanzieren Gemeinden, Städte und Kantone ihre Verkehrsinfrastruktur gemeinsam. So ist sichergestellt, dass je nach Situation vor Ort, in den Strassenverkehr, in den Bus- oder Tramverkehr oder in neue Veloinfrastruktur investiert wird.

Dieser gesamtheitliche verkehrspolitische Ansatz ist im Sinne der Stimmbevölkerung, die sich in der Volksabstimmung vom 5. Juni mit 70 Prozent Nein-Stimmen gegen die Milchkuh-Initiative und damit gegen eine einseitige Verkehrsfinanzierung nur zugunsten der Strasse ausgesprochen hat. Dementsprechend gehören Agglomerationsprogramme stärker gefördert. Heute zahlt der Bund weniger als 40 Prozent des Investitionsvolumens.

Der Handlungsdruck ist in den Agglomerationen besonders gross, weil 74 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer in einem städtischen Umfeld zu Hause sind und sogar 78 Prozent des Verkehrs dort stattfinden. Agglomerationen stehen - gerade mit Blick auf die Zukunft - vor besonderen Herausforderungen, die nur in einem gesamtheitlichen Ansatz gelöst werden können. Deshalb ist unverständlich, dass das Parlament die Agglomerationsprogramme nicht besser dotiert.

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