Bern | 10.05.2016

VCS-Aktion gegen Milchkuh-Initiative

Plattwalzen der Schweiz verhindern: Nein stimmen

Dampfwalze

Eine Strassenwalze zermalmt Landschaften, Kühe, Schulhäuser, Postautos und überhaupt die Schweiz im Kleinformat: Mit dieser Aktion führte der VCS Verkehrs-Club der Schweiz am Dienstag in Bern vor Augen, was die Milchkuh-Initiative der Autolobby nach sich ziehen würde. Der VCS rief zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Nein-Milchkuh-Allianz dazu auf, die Zerstörung der Schweiz mit einem Nein an der Urne zu verhindern.

«Die radikale Finanzierungslösung der Autolobby ist ein Angriff auf den Staat und trifft alle wichtigen Bereiche. Die Zweckbindung der Mineralölsteuer nur für den Strassenbau hiesse sofort drastische Kürzungen wie etwa bei der Bildung, im Sozialwesen und beim öffentlichen Regionalverkehr», erklärte VCS-Präsidentin und Nationalrätin Evi Allemann.

Die Initiative von Auto Schweiz will ab dem Abstimmungstag 5. Juni 1,5 Milliarden Franken jährlich für neue Nationalstrassen sicherstellen. Allerdings sind in den Siedlungsgebieten die Flächen begrenzt. Die Strassen der Schweiz machen bereits heute einen Drittel der gesamten Siedlungsfläche aus. Weitere würden Landschaft und Umwelt noch mehr schaden.

«Verbaut unsere Zukunft nicht mit Asphalt und Beton», appellierten junge Vertreterinnen und Vertreter der Allianz Nein-Milchkuh-Initiative an der VCS-Aktion. Faktisch unmöglich, Stau im Autoverkehr allein mit Strassenbau beheben zu wollen. Kombinierte Lösungen mit dem öffentlichen Verkehr und dem Velo- und Fussverkehr sind gefragt.

Ein Nein gegen die Milchkuh-Initiative und den Raubzug der Strassenverbände auf die Bundekasse empfiehlt auch die breite Allianz «Nein-Milchkuh-Initiative».

Fotos auf www.nein-milchkuh-initiative.ch

Kontaktinformationen

Evi Allemann, Präsidentin VCS, Tel.: 079 560 72 94